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Weiter ging es auf Serpentinen in Richtung Munnar. Wegen Stau kamen wir zeitweise langsamer voran als erwartet. Stau-Ursache waren der Arbeitsbeginn auf den Teeplantagen und vielleicht auch auf den Gewürzplantagen, welche hier mehr als anderswo typisch waren. Doch zuvor, als die Landschaft flacher wurde, querten wir eine größere Ortschaft, wo wir wegen der vielen Hundert Riesenflughunde stoppten. Interessant waren auch das Dorfleben und Gelegenheiten für Schnappschüsse wie hier auf den Kleinen Beo (rechtes Bild). |
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Blicke auf abwechslungsreiche Landschaften mit Teeanbau zogen mich in den Bann. Zwar hätte mich auch interessiert, welche (häufigen) Vogelarten hier vorkommen, aber der Guide vermied einen Stopp, um uns schwerpunktmäßig zu den selten Arten zu führen. Auffällig war die Sauberkeit am Straßenrand. Hier in der Region darf Plastik nicht am Straßenrand liegen wie in weiten Teilen Indiens üblich. Plastikflaschen sind nicht im Verkehr. An einer Straßensperre mussten wir uns von den Vorräten im Bus trennen. Ein Händler auf der anderen Seite erhielt sie als Spende und konnte sie an Fahrer der Gegenrichtung verkaufen. Ein Elefant Plastikflaschen begrüßt Besucher und Bewohner der Stadt Munnar. Ich fragte mich, ob es hier wirklich Elefanten gibt, welche die Fahrbahn queren. Zwar sahen wir keine, doch am Abreisetag kamen wir in Zeitverzug, weil ein Elefant nachts oder in der Frühe einen Strommast umgerissen hatte, welcher nun die Ausfahrt unseres Kleinbusses versperrte.Aber das ist ein Vorgriff. |
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Hängematte und Fahrräder im Hotelgelände (linkes Bild) warteten vergeblich auf ihre Nutzung. Wichtiger war es, die blauschillernde Malabarpfeifdrossel (2. Bild) und weitere Arten nicht zu verpassen. Die Anfahrt zu Beobachtungsgebieten an den Devan Hills erforderte die Nutzung von Tuktuks oder große Umwege, da unser Kleinbus nicht über eine schmale Staumauer fahren konnte. Ein Beobachtungshöhepunkt, welchen ich mit dem Guide teilen durfte, war die auffällig schwarz-weiß gescheckte Elsterdrossel (Pied trush). Auf einem bewaldeten Hang wuselte sie um eine ferne Baumwurzel herum und löste im Guide blankes Entzücken aus. Für ein Foto war sie zu weit entfernt und zu schnell wieder weg. Doch vermutlich war es die einzige Art auf der Tour, welche der Guide noch nie zuvor gesehen und zu sehen nicht wirklich erwartet hatte. Die mausgrauen Graustirndrosslinge auf dem 3. Bild sind endemisch, sie spielten während der Freizeit direkt hinter einer der Unterkünfte und ein Beobachter aus unserer Gruppe holte mich hinzu. Im weitläufigen Hotelgelände gab es ein Gemüsebeet und sogar einen Kuhstall. Im Schatten der Bäume wurden auch mehrjährige Nutzpflanzen angebaut, welche? (rechtes Bild). Dort agierten Verwandte unseres Schwarzspechtes. Im schwindenden Tageslicht fand der Guide einen ruhenden Dschungelzwergkauz und zeigte mit der Hand dorthin. |
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Am nächsten Morgen begannen wir mit der Suche nach dem seltenen Nilghiripieper in karger Berglandschaft. Die Serpentinen waren hier breiter und boten Parkplätze für Straßenhändler. Wir ertrugen die Enge und den Verkehrslärm wegen des unscheinbaren graugesprenkelten Vogels, der hier in diesen Bergen endemisch ist, sonst also nirgendwo auf der Erde vorkommt. Da wir den Pieper vom Straßenrand nach längerer Beobachtungszeit doch nicht erwischten, machte sich der Guide mit uns auf dem abschüssigen Hang auf die Suche. Die mittigen Bilder zeigen die Zielart und seinen Lebensraum. Zuletzt fuhren wir wieder durch landschaftlich schöne Teeanbaugebiete. |