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Oben auf dem Doddabetta Peak in 2637 m Höhe ist ein Handelsplatz für die Einheimischen und ebenda standen wir am Rande der befestigten Plattform und schauten in den kaum zugänglichen Wald. Tatsächlich erspähten wir (von links nach rechts) die Nilgiritaube, den Graukopfkanarienschnäpper, den Nördlicher Weißbauchkurzflügel (Nilgiri Sholakili) und immer mal wieder das seltene Sonnerathuhn (Grey Junglefowl) im Gebüsch, dabei verbrauchte ich so viel Akku, dass dieser gerade alle war, als das beste Motiv direkt auf der Straße vor unserem Bus erschien. Es ist ein Wildhuhn wie das Bankivahuhn, welches als Urahn des Haushuhnes gilt. Ob das Sonnerathuhn und ggf. weitere Wildhühner an der Entstehung des Haushuhnes beteiligt sind, ist umstritten. Das frei laufende Sonnerathuhn (rechts) habe ich mit freundlicher Genehmigung von Petra hier eingestellt. |
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Am Folgetag suchten wir in einem geschützten Waldgebiet, wo ausländische Besucher Eintritt zahlen, nach Arten wie dem endemischen Nilghirifliegenschnäpper. Die Art hat nur ein winziges Verbreitungsgebiet in den Western Ghats. Sie machte sich akustisch bemerkbar. Als wir gerade versuchten, das blaugefärbte Männchen bestmöglichst vor die Linse zu bekommen, tanzte eine Familie zu lauter Musik den Hang zu uns herunter. Das Verhalten im Schutzgebiet fanden sie wie unser Guide ganz normal, denn andere öffentliche zugängliche Waldstücke gäbe es hier nicht. Doch jeder von uns hatte einen Schnappschuss und Klemens zeigte den Leuten zu deren Vergnügen den schönen Vogel auf dem Display, welchen sie natürlich nicht kannten. Ein Blick auf "unseren" Eisvogel hätte die Inder gewiss auch erfreut. |
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In einer sehr ländlichen Gegend hatten wir am frühen Morgen nach kurzer Suche die Buntwachtel gefunden (2. Bild). Der zuweilen rufende Buschrohrsänger saß erstmals völlig frei, daneben fielen Schachwürger und Haussperlinge ins Auge, letztere erstmalig auf dieser Reise. Am Abreisetag konnte ich vor dem Frühstück im Hotelgarten eine Orangenachtigall (Indian Blue Robin) aufs Foto bannen. |