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Doch der absolute Clou kam am Morgen unserer Abreise. Klemens kam als letzter zum Frühstück und überbrachte die Nachricht, er hätte gerade eine Pitta beobachtet. Der Fußweg war kurz und die Pitta sang spontan mit Pausen und so entstanden Fotos und Tonaufnahmen. Was für ein gelungener Abschluss dieses Reiseteils und wie schwer fiel nun der Abschied von einem so ergiebigen Hotelgarten! Auch im Rückblick war „Jungle Hut“ die Unterkunft mit den besten Beobachtungsmöglichkeiten. Vom langsam fahrenden Bus aus sahen wir einen Elefanten mit Jungtier. Auf dem Transfer erfuhr ich, dass hier Pfeffer geerntet wird (3.. Bild). Für die letzten 30 min stiegen wir in en Geländefahrzeug um (rechtes Bild), welches uns über einen Rumpelweg zu einem Resort der Luxusklasse am Rande eines Waldreservats brachte. |
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Die Fensterfronten der großzügigen Empfangshalle stimmten auf Waldbeobachtungen ein. In der Morgendämmerung konnte man schon in der Unterkunft tierisches Stimmengewirr erleben. Als ich neugierig die Terasse betrat, krachte es laut und fort waren die Affen. Vom Weg aus kam mir der endemische Keralablauschnäpper vor die Linse. Hier im dichten Laub war es grundsätzlich schwer, Vögel zu entdecken. Und so war es kein Wunder, dass sich die Gruppe am Bach Libellen, Schmetterlingen, Lurchen und Kriechtiere zuwandte. |
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Lurche und Kriechtiere waren auch das Ziel der vom Hotel aus täglich angebotenen Nachtwanderungen, an denen wir neben anderen Gästen beide Abende teilnahmen. Die Tiere wurden mit der Taschenlampe angestrahlt. Links sehen wir eine lokale Art aus der Gattung der Gottesanbeterinnen (Fangschrecken), daneben einen Malabar-Flugfrosch, weiter rechts eine Ruderfrosch-Art ohne deutschen Namen (Polypedates occidentalis), ganz rechts habe ich wegen der Tarnung eine Art ausgewählt, die ich auch im Nachhinein mittels IQ nicht bestimmen kann, indische Aktive der Internet-Plattform inaturalist.org halten die Art für Raorchestes nerostagona, das wäre dann auch wieder ein Vertreter der Ruderfrösche. |
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Was gab es sonst noch zu sehen? Im Bachhabitat (linkes Bild) hofften wir vergeblich auf Lebenszeichen einer für uns neuen Eisvogelart, die sich von Lurchen ernährt. Die schon am 2. März abgelichtete blau gefiederte Malabarpfeifdrossel ließ sich noch einmal bei wenig Licht passabel fotografieren. Ein weiterer überwiegend blauer Vogel, der Indian Blue Robin (Orangenachtigall), war auch wieder da, im Teil 5 hatte ich bereits ein farbenprächtiges Männchen abgelichtet. Auch der vom Reisebeginn bekannte Malabarsultanspecht machte sich bemerkbar und nochmals begegnete uns das Frühlingspapageichen (3. Bild), welches die Kleinheit zutreffend im Namen trägt. Wieder sprang das Riesenhörnchen lärmend durchs Geäst. Sogar die schmucke Echse, welche ihre Kopffarbe ins Rote wechseln kann, zeigte uns wie schon zu Beginn unser Reise nochmals ihre Verwandlung. Ich rede von Elliot's forest lizard bzw. Monilesaurus ellioti oder (nicht amtlich)übersetzt als Elliots Waldeidechse. Und so schloss sich in gewisser Weise der Kreis. Außer der Streifenbrusttimalie und der Kronenmeise (3. Bild) erinnere mich an keine neue Vogelart im letzten Reiseteil.
Am letzten Tag gab es morgens eine lokale Wanderung ohne besondere Vorkommnisse und vor dem Transfer zum Flughafen Calicut stand die Umrundung eines vielbesuchten Parkgewässers auf dem Plan, an deren Ufer wir wesentlich mehr Vögel erhofft hatten. Auf der Wasserfläche zeigte sich eine Schwarzbauch-Erdschildkröte, ein Mittelreiher, eine Mamulastelze und eine Mohrenscharbe. Jeweils ein einzelnes Individuum! Als etwas kuriosen Abschluss empfand ich, dass wir als Orni-Touristen den direkt gegenüber befindlichen Vogelpark (letztes Bild) ignorierten, obwohl es die Zeitschiene vor dem Abflug erlaubt hätte. Besucher gingen dort hinein, um spektakuläre Vögel aus der ganzen Welt zu sehen. Wir waren hier, um die lokale Vogelwelt zu erkunden. Und so ging dieser letzte Reisetag für uns unspektakulär zu Ende. |