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Der Weg ist ein Bach.
Zu Beginn des Aufstieges lenkte Hans mit seinem derben Wanderschuh die schmalen
Wasserläufe an mehreren Stellen um. Die Rinnsale hatte er früher
selbst angelegt, damit nach dem Regen das Wasser abläuft und man wandern
kann. Ein einziges Pferd macht alles kaputt, und das Wasser fließt
dann wieder den Wanderweg entlang und igroriert die vorbereitete Abflussrinnen.
Der Bach ist also ein Weg, nicht irgendeiner - sondern unser
Weg nach oben. Na das kann ja heiter werden, dachten wir.
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1996 hatte ich die sogenannte Netzweide (letztes Foto) aufgenommen, von der Hans sagte, sie wäre der kleinste einheimische Baum. Wem gehört der Rekord der Kleinwüchsigkeit? Wer es weiß, den bitte ich um eine Email.
Fossheim - eine Anglerhütte fernab der Zivilisation. Vergibt man einen Namen für eine Hütte im Nirwana? Wir hatten ja schon erfahren, dass der Ort Sletten nach der hier ansässigen Familie Sletten benannt wurde, aber eine Hütte, in der keiner richtig wohnt? Hans freute sich über die gelungene Überraschung und holte seine Angel hervor. Das hätte er lieber nicht tun sollen. Nicht nur, dass kein Fisch gebissen hat, denn vom Anglerglück hing unser Abendbrot nicht ab. Anne hatte vorsorglich eingekauft. Im See beobachteten wir ausgiebig ein Pärchen Odinshühnchen mit 6 kleinen Jungen (für ein Foto waren die kleinen Vögel zu weit weg), die lenkten uns so ab, dass die Angel vergessen wurde, und weiter ging es bergauf zum Gipfel.
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Wir machten eine kleine Rast auf dem stürmischen Gipfel. Anja war jetzt im Vorteil mit ihren Windschutz - Rucksäcken auf Brust und Rücken. |
Inzwischen kam auch Hans mit der Angel. |
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Haben Sie den Elch erkannt ? Nun ja, ich wollte ihn noch besser in´s Bild bringen und das lief so ab: Der Anblick des Elches bei 40facher Vergrößerung im Fernrohr von Hans ließ uns die Strapazen der Wanderung und alle Müdigkeit vergessen. Wenn sein Mittelteil manchmal äsend in Grauweide halb verdeckt war, konnte man denken, es wären 2 Tiere. Unter Hans´Anleitung schlichen wir uns an, bis wir in das Sumpfgebiet kamen, in dem der Elch äste. Dort bemächtigten wir uns der Weidensträucher als Deckung, indes war die eigene Fortbewegung durch den Sumpf erheblich erschwert. Hans hatte einen Plan und führte uns von Grasbülte zu Grasbülte zu einer erhöhten sandigen Stelle. Dort bekamen wir endlich wieder eine gute Sicht - aber der Elch hatte sich inzwischen klammheimlich davongestohlen. Und die Moral von der Geschichte: Man soll den Elchen nicht nachlaufen sondern besser diejenigen fotografieren, die einem in die Arme geflogen kommen. Sie denken, die gibt es nicht? Nun, das hatte ich natürlich auch gedacht, Sie befinden sich also in guter Gesellschaft, aber das Unglaubliche passierte: Eine Dreiergruppe Elche lief später in Slettahut direkt auf uns zu, aber ich Ahnungslose habe die geweihlose Elchkuh mit ihren 2 Jungen für Pferde gehalten und kein Foto geschossen. "Schuld" sind die freilaufenden Pferde im Dovrefjell. Dass ich Elche so schlecht kenne, ist ja noch verzeihlich. Aber wenigstens hätte ich Pferde besser kennen sollen, um auszuschließen, dass es solche waren.
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