Der Kuckuck flog lautlos in ein Gebüsch. Um ihn einzuholen,
liefen Anja und ich schneller entlang des Weges. Da tauchten plötzlich
3 "Pferde" vor uns auf, sie waren aus dem Nichts gekommen und
galoppierten direkt auf uns zu. Ich rief Anja zu "Pferde". Wir
kannten das schon aus Dovrefjell und wunderten uns nicht. Das vorderste
war dunkelbraun mit weißer Stirn. Es folgten ein graues und ein mittelbraunes
"Fohlen". Hans rief hinter uns "Elch". In der Ferne
suchte ich nach einem Elch, ohne die Pferde weiter zu beachten. Zu spät
zum Fotografieren dämmerte es: Die Pferde waren Elche - eine Elchkuh
mit ihrem diesjährigen mittelbraunem und ihrem vorjährigen grauen
Kalb. Blöder Kuckuck! An anderer Stelle macht ein Hermelin "Männchen",
weithin leuchtet sein breiter weißer Latz. Der braune Oberkopf war
nur im Fernglas zu erkennen. Als wir uns näherten, flog erschrocken
ein Moorschneehuhn auf. Wer denkt da nicht an Moorhühner abschießen?
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Hier wachsen nur wenige, aber weiter unten in den großen
Sümpfen pflückt sie Hans mit Gummistiefeln am Wochenende eimerweise,
was allerdings sehr mühsam ist. Die frischen Beeren kommen in allen
Variationen auf den Tisch, der säuerliche Geschmack kommt z. B. in
Kompott und Marmelade gut zur Geltung. Während Hans in den großen
Sümpfen mit Gummistiefeln eimerweise Moltebeeren pflückt, wandern
Anja und ich noch einmal nach Slettahut. Schön ist es hier, und die
Zeit war zu kurz, denn wir wollten in den einladend klaren Seen baden, Tiere
- vielleicht Elche - beobachten und die herrliche Weitläufigkeit der
Bergtundra genießen. Wir hatten Glück, denn Anne, Hans´
Frau, war so lieb und ersparte uns den Aufstieg, indem sie uns an geeigneter
Stelle auf der Mautstraße nach Einunndalen absetzte. Von hier aus
wanderten wir nach der Karte zunächst über das Hochplateau mit
den großen Seen nach Slettahut und von dort aus einen reizvollen Weg
über Kvita zurück nach Sletten.
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Die aufgeregt kreischende Sturmmöwe, die sogar Angriffe gegen
uns fliegt, verkündet uns beim zweiten Besuch, dass Slettahut
nicht mehr weit ist. Es ist ihr Brutrevier.
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Welch ein treffliches Quartier in Slettahut! Vielleicht das nächste
Mal?
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Mit einem Eintrag in´s Gästebuch möchte ich Hans
überraschen.
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Eine Übernachtungen in Slettahut wäre unkompliziert.
Haltbare Lebensmittel stehen für den "Notfall" bereit. Eine
praktische Kochgelegenheit ist vorhanden. Der Sonnenaufgang und -untergang
über dem weiten Himmel muss wunderschön sein. Und vielleicht sieht
man in der Dämmerung die Elche hier vorbeiziehen. Dort, wo es keine
Wege gibt, höchstens schmale Trampelpfade, die trockene Flechten anreißen
oder von Bülte zu Bülte durch den Sumpf führen, erlebt man
die Landschaft sehr intensiv, wenn man weite Strecken zu Fuß zurücklegt.
Bestimmt werde ich mal davon träumen.